Da liegt dir Zell am See-Kaprun zu Füßen

Tandemfliegen

Wie bunte Vögel schweben sie durch die Luft, mit leuchtend gelben, pinken und grünen Schirmen. Scheinbar mühelos heben die Paragleiter von der Schmittenhöhe aus ab, lassen sich vom Wind treiben und sehen der Welt von oben zu. Das klingt nach einem Abenteuer, das dir gefallen könnte? Dann ist ein Tandemflug das Richtige für dich!



Einer, der seit mehr als 17 Jahren mit dem Paragleiter vom Berg ins Tal fliegt, ist Sepp Nindl: Der erfahrene Gleitschirm-Pilot verrät uns, was bei einem Tandemflug wichtig ist, wie lange man in der Luft die Aussicht genießen kann und warum Zell am See-Kaprun die perfekte Einsteigerregion für diese Sportart ist. 
„Gerade in den letzten Jahren hat sich der Zeller Hausberg Schmittenhöhe zu einem Paragleit-Hotspot entwickelt. Das liegt unter anderem an der besonders vorteilhaften Thermik, besonders in den Sommermonaten Mai, Juni, Juli und August und sogar bis in den September hinein“, weiß Sepp Nindl. Der Pinzgauer betreibt in Zell am See-Kaprun sein Unternehmen Falken Air Tandem Paragliding und bietet das ganze Jahr über Tandemflüge in der Region an. Zu den optimalen Thermikbedingungen kommt die landschaftliche Schönheit, die auch Sepp jedes Mal aufs Neue begeistert. Mehr als 30 Dreitausender hat man hier bei einem Flug im Blick!


Ich will auch mitfliegen! Was muss ich beachten?

Der Start zum Tandemflug erfolgt ganz bequem: Mit der Schmittenhöhebahn. Der Startort auf der Schmittenhöhe ist ideal, weil es hier drei Startplätze gibt. So ist ein Start in fast alle Richtungen je nach Wind möglich. „Für den Tandemflug braucht man eigentlich keine bestimmten Voraussetzungen“, sagt Sepp Nindl. „Beim Start muss man gemeinsam mit dem Piloten ein paar Schritte laufen, bevor man abhebt. Sollte das aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht möglich sein, versuchen wir gerne eine individuelle Lösung zu finden.“ Auch Kinder dürfen ab 5 Jahren mitfliegen.


Kann ich mich auch spontan für einen Flug entscheiden?

Weil die Wetter- und Windverhältnisse sich nicht langfristig voraussagen lassen, sind Spontanbuchungen überhaupt kein Problem. Über „fliegen oder nicht-fliegen“ entscheiden die Profis frühestens einen Tag vorher. Gut gesichert werden Gast und Pilot durch Helm und einen festen Sitzgurt. Vor dem Start gibt es noch eine ausführliche Einweisung durch den Piloten, dann kann es schon losgehen. Einmal in der Luft, heißt es dann: Genießen, schauen und staunen!


Wie lange kann man diese Aussicht genießen?

Das ist wieder von Wind- und Wetterverhältnissen abhängig: „Wir bieten den Classic Flug von der Schmittenhöhe bis ins Tal an, der ca. 15 bis 30 Minuten dauert“, sagt Sepp. Ein wunderbarer Einstieg mit viel Zeit für das Panorama. Wem dieser Adrenalinkick aber noch nicht genug ist, der ist beim Action Flug gut aufgehoben: Dieser ist zwar mit etwa 10 Minuten ein bisschen kürzer, aber gespickt mit Loopings, Spiralen und extremen Kurvenwechseln, dem Wing Over. Bei allen Flügen stehen aber die Präferenzen der Gäste im Vordergrund: „Wir richten uns immer nach den individuellen Wünschen unserer Kunden und passen uns während des Flugs nach Möglichkeit an.“
Wenn die Thermik stimmt, ist auch ein längerer Flug möglich: „Das ist dann schon ein kleiner Streckenflug. Wir sind knapp 40 Minuten in der Luft, erreichen mitunter eine Höhe von über 3.000 Meter und überfliegen Gipfel und Täler.“ Bei allen Tandemflügen wird am Schluss der Landeplatz in der Nähe von Kaprun angepeilt.


Und wie behält man die Übersicht über die Route?

Mit beinahe 20 Jahren Erfahrung und unzähligen Flügen von der Schmittenhöhe aus ist Sepp Nindl natürlich ein Profi. Trotzdem ist auch er nicht ohne elektronische Unterstützung unterwegs: Neben der obligatorischen Flugelektronik nutzt Sepp zusätzlich seine SUUNTO Uhr: Sie zeigt ihm gemeisterte Höhenmeter und geflogene Strecke genau an. Neben GPS-Tracker und barometrischer Höhenmessung liefert sie auch Informationen zu Wetterdaten. Dabei kann die Uhr dank smarten Batteriemodi bis zu 120 Stunden lang ununterbrochen tracken. Routen lassen sich ebenfalls mit der SUUNTO Uhr vorplanen. „Besonders für das Hike & Fly ist das praktisch“, sagt Sepp.



Eventtipp: Red Bull X-Alps - Das härteste Rennen der Welt

Die SUUNTO 9 Baro in der Titanium Red Bull X-Alps Limited Edition begleitet auch die Extremsportlerinnen und Extremsportler, die beim Red Bull X-Alps an ihre Grenzen gehen. Bei diesem „härtesten Abenteuerrennen der Welt“ legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 1.138 Kilometer zurück – laufend, wandernd und mit dem Paragleiter. Ab 20. Juni 2021 sind sie maximal 12 Tage lang unterwegs und müssen in schwierigstem, alpinem Gelände von Wendeboje zu Wendeboje (den sogenannten Turnpoints) gelangen. Von Salzburg aus kämpfen sie sich über Kitzbühel und die Tiroler Zugspitz Arena bis in die Schweiz und weiter nach Frankreich bis zum Mont Blanc vor. Von dort geht es über den Piz Palü und Italien wieder zurück. Ziel des Rennes ist Zell am See – und der letzte Flug führt von der Schmittenhöhe bis zur Landeinsel mitten im See. Ein echtes Spektakel!