Trailrunning mit Ausblick

auf Gletscher, Berg und See

Du willst laufend die Natur erobern? Dann bist du als Trailrunner auf abwechslungsreichen Bergwegen in Zell am See-Kaprun genau richtig! Höhenmeter für Höhenmeter sind wir hier nicht nur sportlichen Zielen, sondern auch dem schönsten Panorama auf der Spur. Diese Kombination begeistert auch die beiden Profi-Athleten Manuel und Hans-Peter Innerhofer. Die beiden verraten uns die wichtigsten Tipps für Trailrunning-Anfänger und haben eine Tour-Empfehlung im Gepäck.



Für die Salzburger Lauftalente Manuel und Hans-Peter Innerhofer ist Trailrunning seit ihren Jugendtagen viel mehr als nur Strecke zurücklegen: Die beiden Athleten haben sich beide mit 16 Jahren entschlossen, dem Berglauf und Trailrunning ihre Karriere zu widmen. Für diese trainieren beide Zwillingsbrüder diesmal in Zell am See-Kaprun. Bei der Gelegenheit haben wir bei ihnen genauer nachgefragt: Was macht Trailrunning so spannend? Und ist es ein Sport für jeden? „Beim Trailrunning folge ich nicht einfach Asphaltstraßen, sondern ich kann querfeldein über kleine Bergwege laufen und dabei die Natur in ihrer Vielseitigkeit entdecken,“ schwärmt Manuel. Seine Leidenschaft teilt er mit seinem Bruder Hans-Peter. Beide sind Salomon Running Team Athleten und bewegen sich am liebsten von Wurzel zu Wurzel, sobald sie ihre Laufschuhe anziehen.


Motivation ist alles

Im Prinzip ist Trailrunning ein Sport für Jedermann. Das Wichtigste ist, sich am Anfang keinen Druck zu machen. Trailrunning bedeutet nicht, gleich auf einen steilen Berg zu laufen. Das kostet zu viel Kraft und die Motivation vergeht schnell,“ erklärt Manuel. Die Brüder raten, anfangs flache Wege auszutesten und sich mit dem Gelände vertraut zu machen: „Neueinsteiger sollten in kleinen Etappen beginnen, fünf Minuten laufen, fünf Minuten gehen. Nach und nach kann man die Intervalle steigern,“ empfehlen Manuel und Hans-Peter.


Für Wettläufer sei ein härteres Intensivtraining sinnvoll, erklärt Manuel. Sein Grundtraining sieht täglich zwei Stunden Laufen mit einem Puls zwischen 140 und 150 vor. Dazu kommt ein intensiveres Training einmal pro Woche, bei dem er rund 50 Minuten den Berg hinaufläuft. „Ein gutes Körpergefühl zu haben, das ist die wichtigste Zutat beim Trailrunning. Das muss ich trainieren, um Verletzungen vorzubeugen“, erklärt Hans-Peter. „Als Wettläufer muss ich außerdem nicht nur Kraft, Stabilität, Gleichgewicht und Koordination stetig verbessern, sondern muss auch auf die richtige Ernährung achten“, erklärt Hans-Peter.



Das richtige Equipment

Die Motivation ist da, dir fehlt aber noch die richtige Ausrüstung? Auch hier haben die Innerhofer-Brüder wertvolle Tipps für dich. „Beim Trailrunning braucht man Schuhe, denen man zu 100 Prozent vertraut,“ wissen beide. „Sie müssen einen guten Grip haben und Halt geben, auch wenn es nass oder rutschig wird.“ Vor allem Neueinsteiger sollten sich am Anfang mit den verschiedenen Untergründen der Wald- und Bergwege vertraut machen und Schuhe testen, so die Brüder. „Bei den Schuhen muss man besonders am Anfang darauf achten, dass sie gut dämpfen und komfortabel sind. Steigert man seine Leistung, läuft längere Strecken und mehr Höhenmeter, dann spielt auch das Gewicht der Schuhe eine Rolle,“ erklärt Manuel.

Als Profi-Athleten haben beide zwar so einige Schuhe im Einsatz, verlassen sich aber gerne auf die Schuhe von Salomon. Die Modelle „Sense Softground 8“ oder „Pulsar“ gehören zu ihren neuen Lieblingen. „Beide sind ultraleicht und ich kann in nassem oder weichem Gelände sicher meine Geschwindigkeit halten“ erklärt Hans-Peter.


Ein Rucksack, leicht wie eine Weste

Außerdem ist ein passender Rucksack als Wegbegleiter Gold wert. Manuel vertraut auf den "Salomon ADV Skin". „Er gleicht mehr einer leichten Weste, man kann man das Wichtigste deponieren und er hüpft trotzdem nicht beim Laufen hin und her.“ Sein Wasser hat er in passenden Softflaks immer dabei. Diese Flaschen ziehen sich beim Trinken zusammen und brauchen nur Platz, wenn auch etwas drin ist.

Neben der Basisausstattung mit Schuhen und Rucksack sind auch Laufstöcke immer wieder Thema. Manuel und Hans-Peter laufen fast nie mit Stöcken. Einzige Ausnahme: Das Training führt einen steilen Hang, etwa eine Skipiste, nach oben. „Sind Bergtrails für jemanden Neuland, dann können Stöcke leicht überfordern. Aus dem Trailrunning wird dann schnell Nordic Walking“, schmunzelt Manuel. Wenn man aber Laufstöcke verwendet, dann müsse man auf die richtige Länge achten, meint er. „Die Arme müssen im rechten Winkel angewinkelt sein, wenn man in der Ebene steht.“
 



Pausen machen

Auch beim Thema Verpflegung empfehlen die Athleten: Weniger ist mehr. Für Anfänger sei es aber auf jeden Fall sinnvoll, neben Wasser noch einen Müsli-Riegel oder eine Banane einzupacken. „Oder man kehrt auf einer Alm ein, dann hat man das leichteste Gepäck“, schmunzeln beide.


Die Packliste für deinen nächsten Trailrun

  • Trailrunning-Schuhe
  • Wasser
  • Wechsel-Shirt
  • Laufweste
  • Laufstöcke (optional)
  • Windjacke
  • evtl. Mütze und Handschuhe
  • Sportgel

Der Touren-Tipp der Innerhofer Brüder: Panorama Trail Long in Zell am See-Kaprun

Willst du wie die Brüder Innerhofer trainieren und dabei die Bergwelt der Schmittenhöhe im Laufschritt erobern? Dann ist der 14 Kilometer lange Panorama Trail perfekt. Auf dich warten knapp drei Stunden lohnenswerte Eindrücke: Vom Startpunkt beim Elisabethpark Zell am See, direkt am Zeller See, geht es anfangs flach Richtung Südwesten am See entlang. Nach Überquerung einer Brücke wird’s aber sportlich und der Berglauf fordert dich heraus. Hast du den Speicherteich und die Mittelstation des Hirschkogels erreicht, führt dich ein wunderschöner Trail zum areitXpress. Hier kannst du dann triumphierend talabwärts Richtung Schüttdorf und am See entlang den Lauf genießen. Schuhe anziehen und los!