Renaissance der Kasnocken

Traditionell, deftig, aber nicht nur ein Essen!

Eine alte Pinzgauer Spezialität, die Hans Nindl schon seit über 50 Jahren zubereitet. Im Jagawirt wird das Kochen der Kasnocken noch wirklich zelebriert. Eine einfache Pfanne und ein Herd reichen hier nicht, denn für Hans Nindl ist Kochen eine Leidenschaft.
Bei Kerzenschein und auf offenem Feuer, nur so gelingen ihm die perfekten Pinzgauer Kasnocken. Aber was macht sie so besonders, die Pinzgauer Kasnocken?



Von einer bodenständigen und Kraft spendenden Mahlzeit für Bauersleute und Arbeiter entwickelten sich die Kasnocken hin zum heißbegehrten Traditionsgericht.
Früher als klassisches Freitagsgericht in jedem Haus mit einem Glas Milch serviert, verbinden wir heute unsere Pinzgauer Kasnocken mit einem Hüttenklassiker. Zur Renaissance trägt noch dazu bei, dass die Kasnocken vegetarisch zubereitet werden können und somit den Geist der Zeit treffen/entsprechen 

Von Region zu Region unterschiedlich zubereitet, aber eines steht fest – die Pinzgauer Kasnocken muss man probiert haben.


DIE MÜCH

Wo die Kühe auf den Almwiesen mit Kräutern und Blumen der Alpen weiden, entsteht die frische Bergbauernmilch.

Das weiße Gold wird von den Bauern an die Pinzgau Milch geliefert, um dort zum würzig-kräftigen Käse seit jeher nach traditioneller Rezeptur weiterverarbeitet zu werden.


DA KAS

Ob es sich um echte Pinzgauer Kasnocken handelt, erkennt man durch den besonderen und bekömmlichen Duft des Pinzgauer Bierkäse.

Mager, aber Oho sorgt dieser für ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Den Namen „Bierkäse“ hat er übrigens durch das Einhüllen und Lagern von in Bier getränkten Tüchern. Er ist ein Stück Käsekultur im Pinzgau.


Die Traditionsmolkerei Pinzgau Milch vereint traditionelles Handwerk und moderne Verarbeitungsmethoden – und das schmeckt man. 

Damit ihr nicht auf den nächsten Urlaub warten müsst, verrät euch Hans vom Jaga Wirt seine Tipps für die perfekten Kasknocken: 


Zutaten für 4 Personen

  • 130 g Pinzgauer Bierkäse
  • 120 g Pinzgauer Almbutter Käse
  • 350 g griffiges Mehl
  • 100 g glattes Mehl
  • 1/4 l lauwarmes Wasser
  • 4 EL Gemüsebrühe oder Rindersuppe
  • 2 Eier
  • Muskatnuss, weißer Pfeffer, Salz, Zwiebeln
  • 40 g Butter & 40 g Butterschmalz (je nach Geschmack)
  • Bergschnittlauch zum Garnieren

ZUBEREITUNG

  1. Käse reiben oder fein schneiden
    • beide Käsesorten mischen, damit der Käse schön zieht & nicht zu mager ist
  2. Teig für Nocken vorbereiten:
    • Mehl, Eier, Muskatnuss, Pfeffer, Salz & lauwarmes Wasser zu einem Teig verrühren, bis das Mehl lediglich vollständig aufgenommen wurde. Danach mit einem Spätzlesieb in kochendes Salzwasser drücken. 
  3. Sobald die Nocken oben schwimmen, abseihen und mit kaltem Wasser abschrecken. 
    • TIPP: Wenn die Pfanne schon bereit ist, dann muss man die Nocken nicht mehr kalt abschrecken, sondern direkt in die Pfanne geben, um die Stärke beizubehalten.


"Hefen hob i hundert – owa des is einzigartig". - Hans Nindl in Bezug auf sein Spätzlesieb

(zu Deutsch: "Töpfe besitze ich Hunderte - aber dieser hier ist einzigartig.") 


  1. Während die Nocken kochen, die Zwiebeln fein schneiden und farbig anschwitzen & in Butter & Butterschmalz bisschen anbräunen
  2. Nocken dazugeben und mit Pfeffer würzen, den geriebenen Käse hinzugeben und mit etwas Gemüsebrühe verfeinern. Schnittlauch darüberstreuen und Deckel darauf geben. Das ganze auf kleiner Flamme erhitzen. 
    • TIPP: Den Käse sanft reindrücken & mit einem Holzlöffel unterziehen. 
  3. Zum Schluss kann man noch etwas Butter zusätzlich in einer Pfanne anbräunen und über die Kasnocken geben & mit frischem Bergschnittlauch garnieren. 


"Kochen ist eine spirituelle Handlung, wie eine Kirchenmesse, daher begleitet bei unseren Kochwegen uns auch immer ein Kerzenlicht." - Hans Nindl
Das ist auch der Grund warum auf vielen der Fotos Kerzen zu sehen sind. (z.B. auch in der Küche)

 

Das Zusammenspiel von regionalen Produkten, traditioneller Zubereitung und jede Menge Leidenschaft, macht die Pinzgauer Kasnocken so besonders. 

Zum Abschluss wünschen wir euch viel Spaß beim Nachkochen zu Hause.

Und ganz im Sinne der Renaissance - Bon Appetit & Mahlzeit!