IONICA - Faszination E-Mobilität

Sebastian Vitzthum nimmt sich Zeit für ein Gespräch

Wenn sich ein Event-Organisator weniger als einen Monat vor der Premiere seiner Veranstaltung Zeit nimmt für ein ausführliches Gespräch, dann ist das etwas ganz Besonderes. Sebastian Vitzthum ist so ein besonderer Event-Manager, genauso besonders wie die IONICA, jener Green-Mobility-Event, der von 21. - 24. Juni 2018 erstmals in Zell am See-Kaprun über die Bühne geht.



Freitag Vormittag, es ist viel los in und um Zell am See.

Zum Glück habe ich mich auf den Grundgedanken der IONICA besonnen und auf mein Auto verzichtet. Es ist traumhaftes Frühlingswetter und ich bin mit dem Fahrrad unterwegs. Parkplatz wäre auf die Schnelle rund um das IONICA Büro keiner zu finden gewesen. Das macht es für mich gleich umso interessanter, mich eingehend mit der Grundidee der IONICA zu beschäftigen. “Geschäftig” ist die Stimmung auch im Headquarter der IONICA. Sebastian und seine Mitarbeiterin Nikolina sind am Telefonieren, E-Mail schreiben, Planen und Organisieren. Trotzdem freut er sich mich zu sehen und nimmt sich Zeit für ein ausführliches Gespräch über die IONICA, worum es dabei geht, wie die Idee dazu entstanden ist und warum sie gerade in Zell am See-Kaprun stattfindet.


Nicht in die Wiege gelegt

Elektromobilität und alternative Antriebsformen waren für Sebastian nicht immer ein Thema. Wie er selbst sagt, kommt er aus der “Benzinbranche”. Als Freund hoher Geschwindigkeiten war er professioneller Ski-Leistungssportler in den USA und ist lange Zeit Motorradrennen gefahren. Er hat sich viel am Limit bewegt hat sich immer mit Leistung auseinandergesetzt, so auch wie mit dem Thema des “perfekten Antriebs”. Sebastian erklärt das so: Würde man das perfekte Hochleistungsfahrzeug mit maximaler Leistung und Performance bauen, so müsste das seiner Ansicht nach einen E-Antrieb, anstatt eines Verbrennungsmotors haben. Der perfekte Antrieb kann seiner Ansicht nach nur elektrisch sein - aus diesem und aus mehrerer weiterer Gründe wächst seit 2010 in Sebastians Kopf die Idee der IONICA.



Nicht nur Umwelt- und Ressourcen Thema

Die IONICA positioniert sich als größter Green-Event Österreichs. Dennoch wäre es falsch, dem Event einzig das Umwelt- und Ressourcen Thema umzuhängen, die IONICA ist viel mehr. In Sebastians Kopf geht es hauptsächlich darum, Bewusstsein zu bilden und aufzuzeigen, dass es mehr gibt als Benzin und Diesel. Es geht um geeignete Alternativen für morgen und übermorgen und darum zu zeigen, was im Bereich der E-Mobilität heute bereits alles möglich ist. Viele Leute wissen gar nicht, welche tollen Möglichkeiten sich einem in Sachen Mobilität und Transport bieten. Sebastian ist sich sicher: “Wir stecken gerade mitten in einer großen, gesellschaftlichen Aufbruchstimmung. Der Durchbruch der E-Mobilität steht unmittelbar bevor, derzeit beginnen sehr viele Menschen in welcher Form auch immer umzudenken … !”

Erde | Wasser | Luft

Mit diesem Themen-Dreigestirn, das zugleich die USP für die IONICA darstellt, hat mir Sebastian die Frage beantwortet, warum der Event gerade in Zell am See stattfindet. Abgesehen davon, dass er selbst aus der Region stammt, kann dieses top-Event eigentlich nur an den Ufern des Zeller Sees stattfinden. Es gibt nicht viele Orte, an denen man Mobilitäts-Highlights zu Luft, Wasser und Erde besser zeigen und ausprobieren könnte, als am Ufer des Zeller Sees. Natürlich kommt noch hinzu, dass Region und Tourismusverband von Beginn an mit im Boot waren und die IONICA als einen top-Event erkannt und gefördert haben, der unbedingt in Zell am See-Kaprun stattfinden muss.

Neben den landschaftlichen Besonderheiten, die die Basis für ein spannendes Event-Wochenende legen, sticht noch besonders die lange Geschichte der nachhaltigen Stromerzeugung durch Wasserkraft in der Region hervor. Mit den Tauernkraftwerken hat die Region Zell am See-Kaprun vor langer Zeit die Weichen gestellt, in welche Richtung die effizienteste Form der Mobilität irgendwann gehen wird. Es ergeben sich wertvolle Synergien und Positionierungs-Effekte für die gesamte Region. “Es ist definitiv an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und die Leute für die vielen tollen Möglichkeiten der Gegenwart und Zukunft zu begeistern”, fügt Sebastian noch hinzu und ist sichtlich stolz auf den größten Green-Event, den es in Österreich je gegeben hat und der seinem Kopf entstammt.



Allerdings, nicht alleine sein Werk

Sebastian hat nicht nur einmal betont, dass nicht er alleine für die IONICA verantwortlich ist. Zwar war er es, der 2010 gemeinsam mit seinem Freund Alexander Höller die Idee und Vision hatte, für die Umsetzung ist aber ein großes Team an hervorragenden Menschen notwendig. Bis zu 50 Personen sind für die Planung und Organisation der IONICA verantwortlich, während des Events kommen noch über 100 Freiwillige hinzu. Sebastian ist sehr froh, so tolle Menschen um sich zu haben, die seine Vision des größten Green-Events aller Zeiten mittragen und sehr hart dafür arbeiten. Das Budget für den Event kommt von einer Vielzahl hervorragender und namhafter Partner und Sponsoren, ohne die die Umsetzung so wohl nicht möglich wäre.

Niemand im IONICA Team sieht sich als Weltverbesserer, Sebastian schon gar nicht. Es geht um die Präsentation sinnvoller Alternativen zum Status Quo und man will Bewusstsein für die Mobilität von morgen schaffen. Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Änderung oder Anpassung des Mobilitätsverhaltens als solches. E-Mobilität ist bestimmt nicht die Lösung aller Probleme, die uns wachsender Verkehr, Umweltverschmutzung und Feinstaubbelastung vor den Latz knallen. Das Bewusstsein für innovative Beförderungssysteme und eine Änderung unser aller Verhalten sollte dringend geschaffen und gefördert werden. 

Also, den Termin der IONICA von 21. - 24. Juni 2018 fett im Kalender notieren und unbedingt vorbeischauen. Wie mir Sebastian erzählt hat, gibt es sehr viel zu sehen, auszuprobieren und zu erleben - für die ganze Familie. Für das leibliche Wohl ist auch bestens gesorgt und der Eintritt zur Expo ist frei. Ich freue mich, dass im Juni mit der IONICA ein Event erstmals über die Bühne geht, der einer Änderung unseres Mobilitäts-Bewusstseins zu 100% entsprechen wird. Ich bedanke mich für das sehr interessante und nette Gespräch mit Sebastian Vitzthum. Es hat auch mir wieder einmal aufgezeigt, dass jeder von uns vor allem bei sich selbst anfangen muss. Da ich am letzten Freitag bei herrlichem Wetter mit dem Fahrrad unterwegs war und keinen Parkplatz suchen musste, habe ich mir gleich ordentlich auf die Schulter geklopft!

Wir sehen uns zur IONICA von 21. - 24. Juni 2018 in Zell am See-Kaprun!