Freeride Monday am Kitzsteinhorn

So sollte jeder Montag sein

Montag ist nicht immer der beliebteste Tag der Woche. Wer jedoch den perfekten Montag erleben möchte, der sollte sich zum Freeride Monday im Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn anmelden. Ein Tag, an dem man mit einem Guide die Faszination des Freeridens erlebt und dazu noch Fahrtechnik- und Sicherheits-Tipps von Profis mit auf den Weg bekommt. Ein schönerer Montag ist nur schwer vorstellbar und ich weiß wovon ich rede, ich war letzten Montag mit von der Partie und hatte einen sensationellen Tag.



Treffpunkt um 08:30 Uhr

Es ist früh, als ich mich mit meinem Guide an der Talstation des Gletscherjets treffe. Karl, so heißt mein Guide von der Skischule Hartweger in Kaprun, ist trotz der frühen Stunde bestens gelaunt und begrüßt mich mit einem breiten Grinsen. Genau wie es sich für einen Skilehrer gehört, Karls Gesicht ist von der Sonne gefärbt und man merkt auf den ersten Blick, dieser Mann liebt seinen Job. Nicht nur das, er ist ein Experte in Sachen Freeride und weiß ganz genau, wovon er spricht.


Rauf auf den Gletscher

Die Auffahrt in der Gondel wird nicht nur zum Kennenlernen genutzt, Karl hält genau Ausschau nach diversen Merkmalen, die ihm die Verhältnisse im Gelände verraten. Fühlt sich gut an, mit einem Experten unterwegs zu sein. Es ist Freeride Monday und wir wollen die fünf Freeride-Varianten am Kitzsteinhorn erkunden. Nach den massiven Schneefällen der letzten Tage und der darauffolgenden Erwärmung, ist die Lawinengefahr keinesfalls zu unterschätzen. Karl ist ein Profi und seinem geschulten Auge entgehen keine Gefahrenzeichen am Gletscher.


Safety first

Bevor wir uns voller Motivation in den Powder stürzen, beschäftigen wir uns noch eingehend mit den vorherrschenden Verhältnissen, bzw. dem Lawinenlagebericht. Diesen finden wir im Inneren des Alpincenters gemeinsam mit Wettervorhersage und allgemeiner Einschätzung der Lage. Karl ist hervorragend ausgestattet und geht auch nur mit ebenfalls gut ausgestatteten Gästen ins Gelände. Im Bedarfsfall kann man sich das notwendige Sicherheits-Equipment ganz einfach ausleihen. LVS-Gerät, Lawinenschaufel und Lawinensonde, diese drei Gegenstände sind die Basis an Sicherheit, die man am Mann haben sollte, wagt man sich in den freien Skiraum.


Equipment Check

Wir checken unsere LVS-Geräte, unterziehen die Schaufel einer Überprüfung und sehen uns die Lawinensonde näher an. JEDER der vorhat, sich öfters im Backcountry zu bewegen, sollte sich mit diesen Gegenständen vertraut machen und den Einsatz von LVS-Gerät, Schaufel und Sonde im Zuge von Kursen regelmäßig üben. Als letzten Punkt, bevor wir unseren Freeride-Tag starten, sehen wir uns noch die ​Freeride-Infos-Base am Alpincenter genauer an. Darauf sind die Freeride-Lines X1 - X5 genau beschrieben und man kann sich ein Bild über Exposition und Steilheit des Geländes machen. Der LVS-Checkpoint gibt nochmal Aufschluss über die Funktion des LVS-Gerätes - dringend empfohlen, bevor es in den Powder geht.


Ab in den Powder

Endlich ist es soweit, vor uns liegen die tief verschneiten Hänge des Kitzsteinhorns und wir tauchen ein in die unendliche Freiheit des Freeridens. Erster Turn, der Schnee ist perfekt. Zweiter Turn, ich komme voll auf den Geschmack. Schier lautlos gleiten die Ski durch den Schnee. Schwung um Schwung genieße ich jede Sekunde im Powder. Am Ende der ersten Abfahrt wartet Karl und hat ein breites Grinsen im Gesicht, meines war mit Sicherheit ganz ähnlich. Weiter geht’s, der Run ist noch nicht vorbei. Karl weiß genau was er tut, er kennt jeden Winkel des Skigebiets wie seine Skijackentasche und beschert uns eine super Line nach der anderen. Genauso habe ich mir den Freeride Monday vorgestellt.


Von Pipe Line bis West Side Story

Als nächstes nehmen Karl und ich die X5 Pipe Line unter die Freeride Ski. Sie ist zwar kurz, gleichzeitig aber bockig und buckelig, hier ist Power in den Oberschenkel gefragt. Den Lines X4 Jump Run und X3 Left Wing drücken wir natürlich auch unseren Stempel auf. Jump Run hat ihren Namen von den natürlichen Kickern und Naturpipes, die für viel Action und Fun sorgen. Left Wing startet steil und sportlich direkt beim Gletscherjet II und katapultiert uns in das saagenhafte Freeridegelände des Langwiedbodens.

Die X1 Ice Age lassen wir aufgrund des aufkommenden Südföns am Gletscherplateau aus. Als Highlight und Abschluss unseres Freeride Mondays nehmen wir uns noch die X2 Westside Story vor. Diese Route ist die längste und eindrucksvollste Freeride Route am Kitzsteinhorn. Hier sind nicht nur Kraft und Ausdauer gefragt, man sollte auch fit und konzentriert ans Werk gehen. Der untere Teil der Westside Story führt durch eine steile Rinne, die direkt zurück zum Lift an der Häuslalm führt. Eine atemberaubende Line, die auch erfahrenen Freeridern das Adrenalin in die Adern jagen wird.



Wollt ihr auch am Freeride Monday teilnehmen?

Dann erlebt die Faszination des Freeridens jeden Montag von November bis April im Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn. Skifahrer und Snowboarder ab 13 Jahren wählen zwischen “Start Up” und “Advanced” und holen sich den besonderen Kick des Skifahrens im Gelände. Beim “Start Up” freuen sich die Skilehrer und Guides des SKI DOME Oberschneider auf euch und ermöglichen euch einen Einstieg in die Welt des Freeridens. Wenn ihr das Programm “Advanced” wählt, zieht ihr mit den Guides der Hartweger’s Ski & Snowboard Schule los und genießt die schönsten Abfahrten abseits der Piste. Um € 89,- p.P seid ihr dabei und könnt euch entsprechendes Sicherheits-Equipment vor Ort leihen. Mehr Infos zum Freeride Monday findet ihr auf: ​www.kitzsteinhorn.at/de/freeride-xxl/freeride-monday

Ich bedankte mich recht herzlich bei Karl von Hartweger’s Ski & Snowboard Schule und muss sagen, dass ich den Freeride Monday sehr genossen habe. Die Freeride Lines im Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn sind einfach der Hammer und garantieren sehr lange im Winter tolle Bedingungen für Freeride-Fun abseits der Pisten. Worauf wartet ihr noch? Meldet euch am besten gleich an zum nächsten Freeride Monday und erlebt auch eine gute Zeit im Powder!