Eine Legende kehrt zurück!

Das Eisrennen am Zeller See

Es ist Jänner 2019, seit Beginn des neuen Jahres genießen wir einen einzigartigen Winter. Einen Jänner mit sehr viel Schnee, wie ihn einige noch aus Kindertagen in Erinnerung haben. Es waren Winter wie dieser, die vor über 50 Jahren zur Geburt einer Legende geführt haben. Als der Zeller See im Winter verlässlich zufror, fanden auf der Eisfläche jede Menge sportliche Veranstaltungen statt, darunter auch die legendären Porsche Eisrennen von Zell am See.



Das Eis des Zeller Sees

Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Winter streng genug, dass der See im Winter verlässlich zufror, oft sogar dick genug, um darauf sportliche Veranstaltungen wie Pferde, Hunde, Auto- und Motorradrennen zu veranstalten. Im Februar 1937 fand auf dem Zeller See sogar die Eröffnung der V. Akademischen Welt-Winterspiele statt. Für absolute Höhepunkte am Zeller See sorgten allerdings die Eisrennen in den 50er, 60er und 70er Jahren, die in Gedenken an Prof. Dr. h.c. Ferdinand Porsche veranstaltet wurden.

Das erste Rennen dieser legendären Serie fand am 10. Februar 1952 in Zell am See statt. Damals wurde die Veranstaltung von der Sektion Zell am See des SAMTC unter ihrem Obmann Sepp Moser organisiert und durchgeführt. Im ersten Jahr drohte ein heftiger Schneesturm die Veranstaltung zu Fall zu bringen, doch der Kurs wurde in letzter Minute auf einen 1.800 m langen Ausweichkurs verlegt. So kam es im Februar 1952 zu einer geschichtsträchtigen Premiere der legendären Rennen am Zeller See.



Prämieren, Rekorde, Tragödien

In den Jahren darauf wurden die Eisrennen zu Fixpunkten im Zeller Winter und erfreuten sich stetig wachsender Besucherzahlen. Die Leute kamen von weit her, um die Wagen, Motorräder und Skijöring-Profis am zugefrorenen See anzufeuern. Der bisherige Geschwindigkeitsrekord am Zeller Eis stammt aus dem Jahre 1971 und liegt bei 121,9 km/h. Er wurde vor ca. 5.000 Zuschauern von Walter Wartbichler aufgestellt, der mit seinem Motorrad ESA die weitaus schnellste Runde am Zeller See drehte. Diese ging bis heute in die Geschichtsbücher über die Zeller Eisrennen ein.

Leider machten in manchen Jahren die unerbittlichen, winterlichen Elemente die Austragung der Rennen unmöglich. So wie 1958, als ergiebige Schneefälle von über ½ Meter den Start der Wagen und Motorräder verhinderten. Auch von Tragödien blieben die Eisrennen nicht verschont, eines davon markierte auch das vorläufige Ende der Rennserie. Im Februar 1974 war der Gemeindearbeiter Peter Hofer gerade dabei, mit seinem Unimog die Eisfläche vom Schnee zu befreien, als dieser durch das eigentlich tragfähige Eis brach und in den eisigen Fluten des Zeller Sees versank.



2019 - Die Legende kehrt zurück

Dieses Jahr ist es nun soweit, die legendären Eisrennen von Zell am See kehren an unseren See zurück. Leider nur “an” den See und nicht auf den See, zu ungewiss gestaltet sich heutzutage das Zufrieren des Zeller Sees und damit die Entstehung einer tragfähigen Eisfläche. Beim GP ICE Race, welches am 19. und 20. Jänner 2019 seine Prämiere feiert, verwandelt sich das Gelände des alten Zeller Flughafens in eine Eisbahn und Rennstrecke.

Motorsportfans in und um Zell am See werden mit Begeisterung dabei sein, wenn legendäre Rennwagen und geschichtsträchtige Motorräder auf dem Eiskurs ihre Runden drehen.


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Der Name Porsche ist auch mit der Neuauflage der Eisrennen untrennbar verbunden. Es ist Ferdinand Porsche, Urenkel von Prof. Dr. h.c. Ferdinand Porsche, der gemeinsam mit Vinzenz Greger die Eisrennen zu neuem Leben erweckt.

Die ergiebigen Schneefälle der letzten Tage und Wochen sorgen aktuell für genau jene winterliche Optik, die zu einem Eisrennen dazugehört.

Wir sehen uns dieses Wochenende beim GP Ice Race in Zell am See-Kaprun!