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Kapruner Pioniere mit Sinn für Großes
Wo heute mehr als 5.000 Gästebetten bereitstehen, war Fremdenverkehr vor rund einhundert Jahren nur eine Randerscheinung. Als 'Chataprunnin in Pisconcia' wurde Kaprun 931 erstmals urkundlich erwähnt und hatte selbst Jahre später nicht viel mehr zu bieten als einen kleinen Bergbauernhof. Erst 1280 vergrößerte man sich mit dem Bau des heutigen Wahrzeichens der Stadt, der Burg Kaprun.
Die ersten Ansätze des Tourismus zeichneten sich Anfang des 20. Jahrhunderts ab, als der beschauliche Ort begann, sich als Bergführerdorf einen Namen zu machen. 1955 sorgte dann die Fertigstellung der Tauernkraftwerke für einen kontinuierlichen Aufschwung - die Wasserkraftwerke wurden für Österreich zu einer der bedeutendsten Energiequellen. Und auch der internationale Fokus richtete sich nach und nach auf die Pinzgauer Gemeinde.
Mit der sensationellen Erschließung des ersten österreichischen Gletscherskigebietes vollbrachte man nach dem Bau der Kraftwerke eine weitere eindrucksvolle Pionierleistung. Noch heute steht auf dem Kitzsteinhorn die mit 113,6 Metern höchste Seilbahnstütze der Welt. Doch unerschrockene Vorreiter waren die Kapruner bereits 1893: Damals erschloss Nikolaus Gaßner die so genannte Sigmund-Thun-Klamm - ein Naturschauspiel, von dem sich Gäste heute noch beeindrucken lassen können.


