
Auf hölzernen Bohlen über der Schlucht
Entdecken Sie die Schönheit unserer Abgründe: Erst seit 1992 ist die Sigmund-Thun-Klamm - benannt nach dem historischen Stadthalter Salzburgs - wieder in ihrer vollen Pracht erlebbar. 1938 wurde sie aufgelassen, weil die Nutzung der Wasserkräfte im Kapruner Tal in den Vordergrund rückte. Einer regionalen Initiative ist es zu verdanken, dass die Klamm heute für Besucher erschlossen ist.
Vor 14.000 Jahren, in der Späteiszeit, bedeckte ein Gletscher das gesamte Kapruner Tal und fraß sich langsam durch den Blauschieferfels des Mais- und Bürgkogels. Der abgeschmolzene Gletscher hinterließ einen Taleinschnitt, durch den die Kapruner Ache strömte. Bis zu 32 Meter tief hat sich der Fluss auf 320 Metern Länge eingegraben und markante Glättungen und Strudeltöpfe hinterlassen.
1890 begann Nikolaus Gaßner damit, einen Fahrweg von Zell am See zum Mooserboden durch die Klamm zu schaffen. Drei Jahre später errichtete Gaßner die 340 Meter lange Holzsteganlage und erschloss damit endgültig das vom tosenden Gewässer geprägte Gebiet. Im Klammfels eingehauene Zeichen weisen noch heute auf die Arbeit seiner Holzknechte hin.



